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Saldi bei Enterprise-Kunden

Bei Enterprise-Kunden führt das Lohnsystem des Kunden die offiziellen Saldi. codeto report übernimmt die Werte über eine Schnittstelle, siehe Employee Ingest API.

Was codeto report anzeigt​

Das Lohnsystem aktualisiert die Saldi nur einmal pro Monat, nach dem Lohnlauf. Damit Mitarbeitende trotzdem jederzeit einen aktuellen Stand sehen, rechnet codeto report weiter: Ausgangspunkt ist der letzte Wert aus dem Lohnsystem, dazu kommt alles, was seither in codeto report rapportiert wurde. Diesen Wert nennen wir temporären Saldo.

Rapportiert ein Mitarbeitender zum Beispiel 8 h Ferien, zeigt codeto report sofort 8 h weniger an, ohne auf den nächsten Lohnlauf zu warten. Nach dem Lohnlauf liefert das Lohnsystem einen neuen offiziellen Wert, und codeto report rechnet von dort weiter.

So setzen sich die Saldi zusammen​

Jeder Mitarbeitende hat drei Saldi: Ferien, Vorjahresstunden und Überstunden. Jeder davon besteht aus einem Startwert, dem, was dazukommt, und dem, was abgezogen wird.

SaldoStartwertKommt dazuWird abgezogen
Feriender letzte Wert aus dem Lohnsystemje nach Variante der monatliche Ferienanspruchbezogene Ferien
Vorjahresstundender letzte Wert aus dem Lohnsystemnichtsbezogene Vorjahresstunden
Überstundender letzte Wert aus dem LohnsystemStunden über der Sollzeitfehlende Stunden, wenn die Sollzeit nicht erreicht ist

Alle Werte werden in Stunden geführt.

Der Ferienanspruch​

Wie die Ferien übermittelt werden, legt das Lohnsystem fest. Es gibt zwei Varianten:

VarianteWert aus dem LohnsystemMonatlicher Ferienanspruch
Jahreswert im Startwertenthält bereits die Ferien für das ganze Jahr0
Separater Monatsanspruchenthält die bis dahin gutgeschriebenen Ferienwird separat übermittelt, zum Beispiel 16,67 h

Beim separaten Monatsanspruch verteilt das Lohnsystem den Jahresanspruch auf zwölf Monate: 25 Ferientage × 8 h = 200 h pro Jahr, also 16,67 h pro Monat. codeto report schreibt diesen Wert Monat für Monat gut.

Angezeigt werden die Ferien bis Ende Jahr

In beiden Varianten zeigt codeto report die Ferien bis Ende Jahr beziehungsweise bis zum hinterlegten Austritt. Wer 25 Ferientage pro Jahr hat, sieht diese 25 Tage bereits im Januar, nicht erst im Dezember. Bei unterjährigem Ein- oder Austritt wird der Anspruch anteilig berechnet. Bezogene Ferien werden abgezogen.

Was den Saldo verändert​

codeto report rechnet laufend alles dazu oder ab, was erfasst wird:

EreignisWirkung auf den Saldo
Ein Mitarbeitender rapportiert FerienFerien sinkt um die rapportierten Stunden
Ein Mitarbeitender bezieht VorjahresstundenVorjahresstunden sinkt um die rapportierten Stunden
Ein neuer Monat beginntbeim separaten Monatsanspruch wird er gutgeschrieben. Der angezeigte Ferien-Saldo bleibt gleich, weil er die Ferien bis Ende Jahr schon enthält
Für jeden ArbeitstagÜberstunden sinkt um die Sollzeit dieses Tages
Ein Mitarbeitender rapportiert Arbeit oder eine AbsenzÜberstunden steigt um die rapportierten Stunden
Ein Mitarbeitender rapportiert eine Absenz mit Saldotyp ÜberstundenÜberstunden steigt nicht, die Sollzeit wird vom Saldo bezogen
Ein Feiertagzählt bei Überstunden als erfüllte Sollzeit, ein halber Feiertag zur Hälfte

Feiertage und Absenzen werden für denselben Zeitraum nicht doppelt angerechnet. Wer an einem ganzen Feiertag zusätzlich 8 h Ferien rapportiert, erhält dafür keine zusätzliche Gutschrift bei den Überstunden.

Ein Rapport zählt sofort, sobald er erfasst ist, nicht erst nach der Visierung. Wird ein Rapport geändert oder gelöscht, passt sich der Saldo ebenfalls sofort an.

Auf welchen Saldo eine Absenz wirkt, ist pro Absenz im Feld Saldotyp festgelegt, siehe Absenzverwaltung. Zur Auswahl stehen die Konten Ferien, Überstunden und Vorjahresstunden.

Beispiel: Ferien mit separatem Monatsanspruch​

Ein Mitarbeitender ist das ganze Jahr angestellt und hat 24 Ferientage pro Jahr zu je 8 h, also 192 h pro Jahr oder 16 h pro Monat. Das Lohnsystem übermittelt für Januar einen Wert von 12 h Restferien und einen Ferienanspruch von 16 h pro Monat.

DatumWas passiertAngezeigt
1. Januar12 h Restferien plus Ferienanspruch für das ganze Jahr, 12 × 16 h = 192 h204 h
10. FebruarDer Mitarbeitende rapportiert 8 h Ferien196 h
3. MärzDer Mitarbeitende bucht 16 h Ferien für Juli im Voraus180 h

Ferien, die im Voraus gebucht werden, ziehen sofort ab, nicht erst im Juli.

Beispiel: Überstunden​

Ein Mitarbeitender hat eine Sollzeit von 8 h pro Tag. Seine Überstunden stehen am Montag zu Beginn bei 0 h.

TagRapportiertSollzeitÜberstunden nach dem Tag
Montag9 h Arbeit8 h+1 h
Dienstag8 h Arbeit8 h+1 h
Mittwoch6 h Arbeit8 h−1 h
DonnerstagFeiertaggilt als erfüllt−1 h
Freitag8 h Ferien8 h−1 h

Wer genau die Sollzeit rapportiert, lässt den Saldo unverändert. Weniger rapportieren bezieht vom Saldo, mehr rapportieren baut ihn auf.

Monatswechsel​

Nach dem Lohnlauf, meist in den ersten Tagen des Folgemonats, übermittelt das Lohnsystem über die Schnittstelle:

  1. zuerst den Wechsel in die neue Lohnperiode
  2. danach die neuen Saldi und Ferienansprüche

Die Reihenfolge ist wichtig, weil die neuen Werte immer auf den Beginn der neuen Lohnperiode datiert werden. Bis sie eintreffen, rechnet codeto report mit dem bisherigen Stand weiter.

Rapporte, die das Lohnsystem beim Lohnlauf noch nicht kennen konnte, zum Beispiel Ferien, die noch nicht visiert waren, gleicht codeto report beim Wechsel automatisch aus. So wird nichts doppelt oder gar nicht gezählt.

Korrekturen im Lohnsystem​

Schreibt der Kunde in seinem Lohnsystem zum Beispiel 10 h Dienstaltersgeschenk gut, ist der nächste Wert aus dem Lohnsystem 10 h höher als erwartet. codeto report zeigt den Unterschied als «Korrektur» im Verlauf, damit nachvollziehbar ist, woher die Stunden kommen. Der Eintrag dient nur der Information, der neue Wert aus dem Lohnsystem enthält die 10 h bereits.

Jahresende​

Am Jahresende überträgt der Kunde in seinem Lohnsystem den zulässigen Teil der Überstunden in die Vorjahresstunden. Die Überstunden starten im neuen Jahr bei 0. Welcher Teil übertragen werden darf, steht unter Überstunden, Überzeit und Vorholzeit.

Gut zu wissen​

  • Visierung: Die Visierung verändert keinen Saldo.
  • Kein Bezug ins Minus: Ferien und Vorjahresstunden lassen sich standardmässig nur beziehen, solange der Saldo reicht. Pro Absenz lässt sich das mit Negativer Saldo erlauben ändern.
  • Offene Absenzanträge: Ein Ferienantrag, der noch nicht bewilligt ist, zieht im angezeigten Saldo noch nichts ab. Die beantragten Stunden sind aber bereits reserviert. Hat ein Mitarbeitender noch 40 h Ferien und beantragt 32 h, kann er für einen zweiten Antrag nur noch 8 h beantragen, obwohl weiterhin 40 h angezeigt werden. Erst mit der Bewilligung sinkt der angezeigte Saldo.
  • Stundenlohn: Für Mitarbeitende im Stundenlohn werden keine Saldi geführt, der Wert bleibt 0.